Fachwissen

Maschinelle Fertigung von Haushalts-, Kosmetik- und technischen Bürsten

Bürsten sind Alltagsprodukte, die bei verschiedensten Tätigkeiten beispielsweise im Haushalt, bei der Körperpflege, in der Medizintechnik oder in der Industrie eingesetzt werden. Entsprechend ihres breiten Anwendungsspektrums werden sie in allen nur denkbaren Formen, Farben und Funktionen angeboten. Wurden Bürsten über Jahrhunderte traditionell in handwerklicher Arbeit hergestellt, ist heute die Fertigung auf leistungsstarken, effizient arbeitenden Maschinen die Regel.

Mit der zunehmenden Produktvielfalt und -differenzierung steigen die Anforderungen an die Produktionsanlagen. Gefragt sind weitgehend automatisierte Produktionsabläufe mit Integration vor- und nachgelagerter Prozessschritte sowie einer integrierten Qualitätskontrolle. Neben der Produktionssteigerung gewinnen aber auch Nachhaltigkeitsaspekte wie geringer Materialeinsatz, Energieeffizienz sowie Arbeitssicherheit an Bedeutung.

Der innerhalb der Buchreihe „Die Bibliothek der Technik“ als Band 385 erschienene Titel „Bürstenproduktion“ gibt einen kompakten Überblick über die heutige Fertigung von Bürsten. Neben den eingesetzten Materialien für Bürstenkörper und Borsten und ihren jeweiligen Eigenschaften werden die einzelnen Phasen des Produktionsprozesses detailliert erläutert. Ein Kapitel geht auf das zunehmend an Bedeutung gewinnende Thema Automatisierung ein, ein weiteres zeigt exemplarisch deren Umsetzung anhand einiger Praxis-anwendungen.

Bestellen können Sie dieses Buch bei der Bibliothek der Technik.

Weitere Informationen zum Partnerunternehmen
www.zahoransky.com


Die Geschichte der Pinsel und Bürsten

Pinsel und Bürsten gehören zu den ältesten Handwerksgeräten des Menschen. Schon während der Altsteinzeit wurden Pinsel zum Bemalen von Höhlenwänden benutzt. In der Altamirahöhle in Nordspanien entdeckten Forscher ein komplettes Maleratelier. Neben Farbpigmenten fanden sie dort Pinsel verschiedener Größen. Die Pinsel bestanden aus Knochen, in die Haarbüschel eingesetzt waren. Diese 20 000 Jahre alten Pinselfunde zeigen schon eine große Ähnlichkeit mit unseren heutigen Malerpinseln.

Im alten Ägypten benutzte man ausgefranste Papyrusstengel als Pinsel zum Schreiben und Malen. Es ist bekannt, wie die Pinsel aussahen, mit denen die Griechen ihre Tempel ausmalten oder die Römer ihre Häuser tünchten. Nur schriftlichen Anleitungen zur Fertigung von Pinseln sind aus diesen Kulturen überliefert.

Im Mittelalter beschäftigten sich insbesondere Mönche mit der Herstellung von Pinseln aus Tierhaaren in unterschiedlichen Qualitäten.

Da es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts unter Künstlern üblich war, die Pinsel selbst herzustellen, kannte man bis dahin den Beruf des Pinselmachers auch nicht. In Deutschland wird das erste Mal 1764 ein Pinselmacher in Augsburg nachgewiesen.

Der Beruf des Bürstenmachers hat schon eine längere Tradition. In Nürnberg wird erstmals 1400 ein „Bürstenpinter“ erwähnt. Die frühesten Bürstenfunde stammen aus der Keltenzeit. Wie bei den Pinseln war das Grundprinzip der Herstellung schon damals ähnlich wie heute.

In ein Holzstück wurden Löcher gebohrt, in die jeweils ein paar Pflanzenstengel gesteckt wurden. Erst aus römischen Legionärslagern sind die Bürsten und Besen überliefert, bei denen man die Pflanzenstengel mit Hilfe von Klebemitteln, vermutlich Pech, befestigt hat. Ein Verfahren, das noch im 20. Jahrhundert Verwendung findet.

Günstige Voraussetzungen aufgrund der nahen Rohstoffvorkommen und der Erfahrung mit dem Hausierhandel hatten die Bürstenmacher in den ländlichen Gebieten des Schwarzwaldes und des Erzgebirges.

Heute können aufgrund der Mechanisierung der Bürstenindustrie überall in der Welt ähnliche Bürsten hergestellt werden.


Maschinen für die Bürstenproduktion

1876 wurde in Deutschland die erste automatische Bündeleinzugmaschine für die Bürstenherstellung aufgestellt. Dies war ein Wendepunkt für die Bürstenindustrie. Es wurden nun verstärkt Kraft- und Hilfsmaschinen entwickelt, die auch von ungelernten Personen bedient werden konnten. Der Bedarf an Arbeitskräften nahm stark zu.

Mit der Entwicklung der Industrie, dem Wachstum der Städte und der Haushalte, sowie einem verändertem Hygienebewusstsein wuchs der Bedarf an Bürsten. Vor allem die Nachfrage nach Reinigungsbürsten für die modernden Industriemaschinen führte zu neuen Bürstentypen.

Aus dieser Zeit stammt auch das Sprichwort: „Neue Besen kehren gut“


Mehr Informationen zu der Geschichte erhalten Sie in den Deutschen Pinsel- und Bürstenmuseen oder im Buch „Pinsel und Bürsten“.

Fachbegriffe der Branche werden in Brushpedia erklärt.


Fachbuch kaufen

Um das Fachbuch über Pinsel und Bürsten zu erwerben, klicken Sie bitte auf das folgende Bild.


Auf Seite suchen

Neuigkeiten

Nach einigen Jahren der Verhandlungen und Kompromisse können wir nun stolz mitteilen, dass seit dem 01.08.2017 die neue Ausbildungsordnung für den Ausbildungsberuf "Pinsel- und Bürstenmacher" gilt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link

pinsel-buersten.de/weiterbildung/

 

 

Schnellkontakt

Diese Webseite ist sicher

Homepage-Sicherheit
Translate »

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen